Eine Integrierte Gesamtschule (IGS) in  Königslutter

 

Rat in Königslutter beantragt beim Kreis eine Überprüfung zur Errichtung einer IGS in Königslutter

von Henning Funke-Bruns

Der Stadtrat in Königslutter beantragte mehrheitlich auf seiner letzten Ratssitzung, die Errichtung einer dreizügigen IGS zu überprüfen. Adressat dieses Antrages ist der Landkreis (Verwaltung und Kreistag). Dieser Antrag ist meines Erachtens aus mehreren Gründen überfällig:

  1. Königslutter ist die zweitgrößte Stadt des Landkreises. Ihre Schulstruktur ist unterentwickelt. Die anderen beiden Städte Helmstedt und Schöningen sind sehr attraktive Schulstandorte: Helmstedt hat neben der Realschule und zwei (!!) Gymnasien noch die IGS Giordano-Bruno-Gesamtschule, Schöningen hat neben der Hauptschule und der Realschule noch ein Gymnasium.
  2. Geht die Bevölkerungszahl in Schöningen und Helmstedt zurück, so stagniert, sicherlich wegen der Mittellage zu Wolfsburg und Braunschweig die Einwohnerzahl in Königslutter. Eine Aufwertung als Schulstandort würde diese Entwicklung stützen und ggf. die Einwohnerzahl Königslutters steigern.
  3. Die Schulinfrastrukur ist in Königslutter für eine IGS optimal. Siehe dazu die untere Fotostrecke.

Es wird immer mit den zurückgehenden Schülerzahlen argumentiert, dass eine Ausweitung des Schulangebots in Königslutter nicht geboten sei. Dagegen ist folgendes einzuwenden: 

  • Die von der Kreisverwaltung vorgelegten Schülerzahlen sind seit einem Jahr so nicht mehr richtig. Diese fehlende Validität der Statistik kann unterschiedliche Gründe haben. Die Geburts- und Einschulungszahlen weichen jedenfalls von den Vorgaben ab.
  • Durch eine Aufwertung des Schulstandorts Königslutter könnten Abwanderungen von Schülerinnen und Schülern in andere Gebietskörperschaften (Wolfsburg oder Braunschweig) ggf. gestoppt werden. Damit würden dem Landkreis Gelder eingespart werden, da der Landkreis auch für diese außerhalb des Landkreises beschulten Kinder und Jugendlichen Haushaltsmittel zur Verfügung stellen muss.
  • Hinzu kommen noch die durch die Migration hinzu gewonnenen Neubürger. Derzeit gibt es im Landkreis über 80 unbegleitete Minderjährige. Diese Zahl wird sicherlich noch ergänzt durch Kinder, deren Eltern einen anerkannten Asylantrag oder Bleiberecht bekommen werden. Um diese Schüler optimal zu fördern, sollte die integrative Schulform IGS ausgebaut werden. Das sollte in Helmstedt und Königslutter erfolgen!

Die CDU und ein Teil ihres Wählerklientels möchte die von der ehemaligen CDU/FDP eingeführten „Oberschule“ ausbauen, also auch in Königslutter einführen. Ein pädagogisches Hauptargument dagegen ist das von der Gesamtschule eingeführte und bewährte Konzept der Individualisierung des Lernens. Für dieses Konzept haben eine Reihe von Gesamtschulen den Deutschen Schulpreis erhalten.

Es ist also offensichtlich, dass es Gründe genug gibt, endlich eine von Seiten Königslutters lange geforderte IGS einzuführen. Die Weichen sollten von der Kreisverwaltung und dem Kreistag schnell gestellt werden.


Das Schulzentrum in Königslutter ist für eine Gesamtschule hervorragend geeignet:

Der großzügige Bau bietet Platz  im Innern für die  differenzierende und  individualisierende Arbeit in der Schule. Die Freiflächen sind großzügig und bieten die Möglichkeit erkundend auch im Umfeld der Schule tätig zu sein (Fotos 1-3).

Es gibt zwei zur Schule gehörende Sportplätze (Fotos 4 und 5) und einen unmittelbar erreichbaren städtischen Sportplatz (Foto 6).

Zwei Sporthallen gehören zur Schule (Fotos 7 und 8).

Das städtische Hallen- und Freibad liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule (Foto 9).

(Vergrößern der Fotos durch Anklicken)

Alle Fotos: privat, Henning Funke-Bruns

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